Hofgeschichte

Die ersten Anfänge mit zunächst einer Ziege waren 1976 in Widdersberg am Ammersee.

1979 erfolgte der Umzug auf einen Pachthof bei Dorfen — die Geburtsstunde der Ziegenmeierei Oberlohe. Zunächst wurde die Milch der inzwischen 50 Bunten Deutschen Edelziegen an eine Molkerei geliefert, die jedoch 1981 plötzlich die Käseproduktion einstellte. Ziegenmilch war damals für andere Molkereien noch vollkommen tabu und deshalb mußte über Nacht eine Selbstvermarktung mit Ziegenvorzugsmilch und Ziegenkäse aufgebaut werden.

Im Herbst 1985 stand bei Albaching eine alte denkmalgeschützte Hofstelle mit 25 ha Grund zum Verkauf. Der alte Gebäudebestand, der bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht, wurde im Laufe des Jahres 1986 saniert und nach den Vorschlägen des Landesamtes für Denkmalpflege erweitert. Es entstand ein funktionierender Hof mit eigener Milchverarbeitung für bis zu 100 Milchziegen, der auf Landes- und Bundesebene prämiert wurde.

Von Anfang an wurde die neue Hofstelle ökologisch bewirtschaftet — zunächst als Bioland-, seit 1987 biologisch-dynamisch als Demeter-Betrieb.

1989 kamen mit Almi, Edina und Gloria die ersten Kühe in die Ziegenmeierei — Tiroler Grauvieh, eine uralte Zweinutzungsrasse aus dem Oberinntal. Zunächst sollten sie nur den Stall der kleinen Ziegenkitze wärmen und Milch für die Kitzaufzucht geben; erst 4 Jahre später — die Herde war inzwischen gewachsen — wurde auch die Kuhmilch als Vorzugsmilch verkauft.

1993 entstand der Kuhstall für 25 Kühe, der den Hof zu einem nach Süden offenen 3-Seit-Hof macht. In diesem Gebäude befinden sich neben zwei größeren Wohnungen der Veranstaltungssaal (Kleinkunstbühne Kleegeig’n) und seit 1996 auch das Café Landlust.

Erwähnenswert ist die Photovoltaikanlage, mit der jährlich ca. 100.000 kWh ins Netz einspeist werden — weit mehr, als die gesamte Ziegenmeierei an Energie verbraucht sowie ein Klärteich, in dem die gesamten Hofabwässer biologisch gereinigt werden.

Natürlich entsteht so ein Betrieb wie die Ziegenmeierei nicht von alleine — unzählige Praktikanten haben geholfen, Ideen eingebracht, für Aufregung und Abwechslung gesorgt. Und ohne die Mitarbeiter, FÖJler und Lehrlinge wäre die Ziegenmeierei nicht das, was sie heute ist.